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Zitate über Ionesco

"Ionesco hat nicht nur eine Form des Theaters erfunden, worin Personen, Sprache, Dekor, Requisiten sich durch eine neue Funktion angereichert haben. Er hat auch seinen Zuschauer erfunden." (Jean Selz in "Lettres Nouvelles", März 1959.)

"Die Bilderschrift, die Ionesco findet, findet er nur, weil er ganz Kind seiner Zeit ist. Ionescos Bilderschrift verdient es, daß man sie ernst nimmt, sie nicht als Spielerei eines berühmten Mannes beiseite schiebt. Wahrheit hat nicht nur viele Gesichter, sie schreibt auch mit ganz vreschiedenen Mitteln." (Doris Schmidt in der Süddeutschen Zeitung vom 23. März 1983.)

"Warum dieser böse, verächtliche Ton der Kritik gegenüber "Die Stühle"? Bei näherer Überlegung zwingt sich eine einzige Reflexion auf, daß nämlich Ionescos Stück etwas enthüllt, was man nicht in sich wiedererkennen möchte, das heißt in zwei Worten, die fundamentale Greisenhaftigkeit, die nichts mit dem Alter zu tun hat und die auf einer gewissen Bewußtseinsstufe einen Zustand der menschlichen Existenz ausdrückt. Man erschafft sich neu im Namen der Ästhetik, während man in Wahrheit Angst hat vor einem Bild des Verfalls, der die Existenz zu einem Gewimmer von der Wiege bis zum Tode macht. Nun, dieses erschreckende Bild hat Ionesco in sich entdeckt und uns durch rein szenische Mittel entdecken lassen." (Arthur Adamov in "Arts", Mai 1952.)