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Zitate

Zitate von Ionesco

"Ich hoffe auf den finalen Sieg der Mächte des Guten." (Le Figaro, 3. Dezember 1993.)

"Der Alltag ist eine graue Decke, darunter ist die Jungfräulichkeit der Welt verborgen." (Bekenntnisse, Nach Gesprächen aufgezeichnet von Claude Bonnefoy, Arche, 1969, Seite 27.)

"Als ein Großmeister der Kritik mich fragte, warum ich nicht ernst sei, antwortete ich, daß die Literatur nicht ernst ist und daß ich zu ernst sei, um sie ernst zu nehmen." (Aus "Découvertes")

"Phantasie ist nicht Ausflucht. Sich etwas vorstellen, das heißt eine Welt bauen, eine Welt erschaffen." (Bekenntnisse, Nach Gesprächen aufgezeichnet von Claude Bonnefoy, Arche, 1969, Seite 84.)

"Wozu dient das Altern?" (Eugène Ionescos letzte veröffentlichte Gedanken in Le Figaro vom 14. März 1994, zwei Wochen vor seinem Tod.)

"Ich bitte den 'ich weiß nicht wer' - ich hoffe: Jesus Christus." (Letzte Worte auf dem Grabstein Eugène Ionescos, Friedhof von Montparnasse.)

"Nicht zu denken wie die anderen bringt einen in eine unangenehme Situation. Nicht zu denken wie die anderen, das heißt einfach, daß man denkt..." (Einleitung zu "Antidotes" 1975.)

"Stücke werden nicht von Autoren geschrieben, sondern von kommenden Generationen. Ich kann nich voraussagen, ob meine Sensibilität und die der späteren Generationen übereinstimmen wird. Die späteren Generationen schreiben immer ein Stück, das auf dem des Dramatikers fußt, aber auf viele Arten vom ursprünglichen Werk abweicht."

"Wir sind Gefangene sowohl unserer Kulturen als unserer Organisationsformen, und es gilt, danach zu suchen, ob es, wenn überhaupt, jenseits davon tiefere Wahrheiten gibt." (André Coutin: Wortmeldungen, Gespräche mit Eugène Ionesco, S. 47)

"...im Grunde stehe ich vor dieser Welt wie vor einem undurchsichtigen Klotz und habe den Eindruck, nichts, aber auch gar nichts zu verstehen und daß es nichts zu verstehen gibt." (André Coutin: Wortmeldungen, Gespräche mit Eugène Ionesco, S. 74)