„Wenn ich jemals feindselig war, dann gegenüber der Dummheit und gegenüber der Verletzung von Menschenrechten.”

Quelle und weitere Zitate

à propos

Ionesco 1967 über seinen Vater, den Staat, die Opposition

"Mein Vater war kein bewusster Opportunist, er glaubte eben an die Obrigkeit. Er respektierte den Staat. Er glaubte an den Staat, an welchen auch immer. Ich war gegen die Obrigkeit, ich verabscheute den Staat, ich glaubte nicht an den Staat, an welchen auch immer. Für ihn hatte eine Partei, sobald sie an die Macht kam, recht. So gehörte er zur Eisernen Garde, wurde Freimaurer-Demokrat, Nationalist, Stalinist. Für ihn hatte jede Opposition unrecht. Für mich hatte jede Opposition recht."

Eugène Ionesco und die Politik

Während ich in meinen späten jugendlichen Jahren und als junger Erwachsener mit Respekt und Anerkennung auf so einige politische Akteure jener Zeit schaute, äußerte sich Eugène Ionesco etwa zur gleichen Zeit bis zu seinem Lebensende überaus negativ über die Politik und den Staat. Bis zur Jahrhundertwende hätte ich seinen Ausführungen wohl widersprochen.

Eugène Ionesco 1973: "Israel und darüber hinaus"

Eugène Ionesco hat sich am 29. Oktober 1973 in Le Figaro unter dem Titel „Israël et plus loin“ zu Wort gemeldet. Die Ausführungen sind etwas später in die Essay-Sammlung „Gegengifte“ aufgenommen worden. Ionescos Einstellung und Meinung zu Israel wird deutlich und darüber hinaus spricht er mit dem Thema Spiritualität etwas an, was heute vielleicht ein paar zusätzliche Graustufen in der Betrachtung verdient.