„Wenn ich jemals feindselig war, dann gegenüber der Dummheit und gegenüber der Verletzung von Menschenrechten.”

Quelle und weitere Zitate

à propos

Comme c‘est curieux: Konformisten und Ionesco

Eugène Ionesco hatte schon lange vor seinem Tod erkannt, dass seine Stücke von kommenden Generationen im Grunde neu geschrieben werden. Meine Beobachtungen der letzten Jahre haben allerdings ergeben, dass so einige Bezüge zu den Werken Eugène Ionescos, insbesondere zu seinem Drama „Die Nashörner“, nicht einmal mehr auf dem Geiste des Werkes fußen. Den vorläufigen Höhepunkt durfte ich dieser Tage über eine Regionalzeitung erfahren. Ein kleines Theater führte „Die Nashörner“ auf und hat es geschafft, bei der Auseinandersetzung mit einem Künstler, der immer wieder vor Ideologien warnte, gleich zwei konformistischen Zuspitzungen unserer Zeit auf den Leim zu gehen.

Lektüre jenseits Ionesco – und doch so nah dran

Im Folgenden möchte ich etwas Literatur Revue passieren lassen, die mich seit Ende der 80er Jahre begleitet hat. Bei einem spontanen Streifzug durch die Bücherregale musste ich feststellen, dass so einige Werke trotz ihres Alters erstaunlich aktuell wirken und teilweise eine Nähe zu Themen und Gedanken aufweisen, die auf der Website ionesco.de verarbeitet werden. Eine durchaus illustre Auswahl dieser Bücher möchte ich hier mit wenigen Anmerkungen und Zitaten vorstellen.

Ionesco 1967 über seinen Vater, den Staat, die Opposition

"Mein Vater war kein bewusster Opportunist, er glaubte eben an die Obrigkeit. Er respektierte den Staat. Er glaubte an den Staat, an welchen auch immer. Ich war gegen die Obrigkeit, ich verabscheute den Staat, ich glaubte nicht an den Staat, an welchen auch immer. Für ihn hatte eine Partei, sobald sie an die Macht kam, recht. So gehörte er zur Eisernen Garde, wurde Freimaurer-Demokrat, Nationalist, Stalinist. Für ihn hatte jede Opposition unrecht. Für mich hatte jede Opposition recht."